Mittelstand 4.0

Mittelstand 4.0

Kompetenzzentrum Hamburg

Finden Sie hier einen Nachbericht zu unserer Veranstaltung vom 20. November sowie nützliche Informationen und Links zu dem Thema "Sicherheit bei mobilen Endgeräten".

Schon lange gehört die Mobilität zu unserem Lebensalltag. Sowohl im Privat- wie auch in unserem Berufsleben sind wir es gewohnt, immer und überall erreichbar zu sein. Doch mobile Kommunikation ist weit mehr als nur mit dem Handy zu telefonieren. So ist es für uns selbstverständlich geworden, sowohl bei privaten wie auch geschäftlichen Reisen, unser Ziel mit Hilfe mobiler Navigationsgeräte schnell und unproblematisch zu finden. War es früher nur möglich Nachrichten in Form einer SMS mobil auszutauschen, so ermöglichen heute moderne Mobilfunkgeräte, s. g. Smartphones, die uneingeschränkte Nutzung des Internets.

Das Handwerk zeichnete sich seit jeher durch ein hohes Maß an Mobilität aus, denn ein Großteil der handwerklichen Tätigkeiten wurde schon immer außerhalb der eigentlichen Firmenräumlichkeiten durchgeführt. Aufgrund der technischen Weiterentwicklungen der letzten Jahre und der immer stärkeren Akzeptanz mobiler Kommunikationsgeräte werden nun erstmalig auch die administrativen Arbeiten mobil. Auftragsdaten, Aufmaße, E-Mail usw. sind dank schneller Internetverbindungen und einer großen Auswahl unterschiedlicher mobiler Endgeräte überall verfügbar.

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Handwerker mit Smartphone – Symbolbild*

Handwerksbetrieben sowie allen KMUs eröffnen sich durch den technischen Wandel enorme Marktchancen. Die weltweite Vernetzung, die bisher den Großunternehmen vorbehalten war, können dank Internet und den mobilen Endgeräten auch Klein- und Kleinstunternehmen zu ihrem Vorteil nutzen.

Die fortschreitende Digitalisierung im Handwerk bringt viele Vorteile mit sich – aber auch neue Gefahren wie Datenverlust und Datenmissbrauch. Diese Risiken lassen sich minimieren. Gemeinsam mit den Referenten Prof. Dr. Matthias Fischer, von der Universität  Hamburg, der am Fachbereich Informatik im Bereich IT Security und Security Management forscht und arbeitet, und Herrn Dipl. Ing. Werner Schmit, IT-Security-Beauftragter des BFE Oldenburg, ging es zu Beginn um die Gefahren von mobilen Endgeräten.

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Dipl. Ing. Werner Schmit, IT-Security-Beauftragter vom BFE Oldenburg

Die Kernaussage war: Smartphones sind Mini Computer und bedürfen einer Reihe von Sicherheitsvorkehrungen und -maßnahmen.

 

Hier kommen wichtige Tipps für den Umgang mit Smartphones und mobilen Endgeräten:


•    Auch auf Handys und insbesondere auf Smartphones werden wichtige und sensible Daten gespeichert und diese können, ebenso wie Notebooks und Wechseldatenträger, manipuliert und infiziert werden.


•    Im Falle des Verlusts der Daten, drohen hohe wirtschaftliche Schäden (durch den Verlust von Kontakten und Informationen) sowie finanzielle Schäden (möglicherweise wird ein infiziertes Gerät für Telefonate oder zum Ausführen kostenpflichtiger Programme benutzt). Hierfür gibt es Versicherungen, die diese Risiken abdecken. Aber auch Software Anbieter, die hier unterstützen bei der Prävention und Absicherung.


•    Unseriöse Apps (kurz für Applikationen; damit sind kleine Programme für Smartphones gemeint) können darüber hinaus Funktionen aktivieren oder Daten speichern, die für die Nutzung der Dienste eigentlich nicht notwendig sind. So sollten Sie nur vertrauenswürdige Software oder Apps installieren. Informieren können Sie sich hierüber zum Beispiel durch Erfahrungsberichte im Internet.


•    Echte Handy-Viren sind zwar selten und die Gefahren für herkömmliche Handys sind eher gering, denn für SMS oder MMS gibt es eindeutige Protokolle und abweichende Nachrichten werden von den Netzbetreibern rausgefiltert. Sehr gefährdet sind jedoch Smartphones. Sie besitzen diverse Kommunikationsschnittstellen wie Bluetooth, E-Mail, Speicherkarten und mobiles Internet. Dadurch sind sie den gleichen Risiken ausgesetzt wie die oben beschriebenen Geräte und sollten auch mit der gleichen Sorgfalt behandelt werden.


•    Des Weiteren sollten Sie einen Virenscanner auch auf Ihrem Smartphone installieren. Diese werden von den bekannten Herstellern für PC-Virenscanner wie beispielsweise  Avira oder McAfee auch für Smartphones angeboten. Sie müssen, wie auch die Firmware (also das Betriebssystem) regelmäßig aktualisiert werden, um Sicherheitslücken zu vermeiden.


•    Fremde Speicherkarten sollten Sie nicht ohne vorherige Malware-Prüfung einlegen.


•    Darüber hinaus sollten Sie die Verbindungsmöglichkeiten des Smartphones kontrollieren und Bluetooth, UMTS, WLAN etc. nur einschalten, wenn sie benötigt werden.


•    Es ist ebenfalls unerlässlich, dass Sie die Sicherheitseinstellungen aktivieren, wie beispielsweise den Kennwortschutz. Bei besonders sensiblen Daten sollten Sie eine Verschlüsselung in Betracht ziehen, auch hierfür gibt es, wie oben angeführt, spezielle Programme.
 

VA HWK

Humorvoll aufbereitet mit ernstem Hintergrund: Was macht sein Handy eigentlich in seiner Freizeit?
Prof. Dr. Matthias Fischer, Universität  Hamburg, IT Security und Security Management


Zwei Anbieter waren ebenso anwesend an diesem Abend: in deren Beiträgen ging es einerseits um die gesetzliche Notwendigkeit von IT Sicherheit wie der EU-Datenschutz-Grundverordnung, die ab 25.05.2018 eingeführt wird und von den Risiken zur Lösung. Die Vorstellung der entsprechenden Angebote und der Fokus bei der technischen Trennung zwischen Privat- und Geschäftsbereich der mobilen Endgeräte sowie der Verschlüsselungstechnologie kamen ebenso zur Sprache.

Für Fragen zu der Veranstaltung wenden Sie sich gerne an Frau Sandra Holm von der Handwerkskammer Hamburg: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Weiterführende Informationen und Links:


Im Notfall: Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC)
Die Polizei Hamburg hat mit der Einrichtung des LKA 54, dem Fachkommissariat Cybercrime, eine Dienststelle geschaffen, an der die Kompetenzen von kriminalpolizeilichen Ermittlern sowie angestellten Informatikern gebündelt worden ist und hat so technologisches sowie polizeiliches Fachwissen zusammengeführt, um es optimal nutzen zu können.
https://www.polizei.hamburg/zac/

 

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie
Ziel des BSI ist der sichere Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik in unserer Gesellschaft. IT-Sicherheit soll als wichtiges Thema wahrgenommen und eigenverantwortlich umgesetzt werden. Sicherheitsaspekte sollen schon bei der Entwicklung von IT-Systemen und -Anwendungen berücksichtigt werden.
Das BSI wendet sich mit seinem Angebot an die Anwender und Hersteller von Informationstechnik. Zielgruppe sind die öffentlichen Verwaltungen in Bund, Ländern und Kommunen sowie Privatanwender und Unternehmen. Diese Broschüre beschreibt das Konzept des BSI bezüglich Smartphones in der Bundesverwaltung und den SNS-Standard zur Sicheren Netzübergreifenden Sprachkommunikation, der in den „Kryptohandys“ der Bundesverwaltung zum Einsatz kommt. Broschüre des BSI: Sicheres mobiles Arbeiten: https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/Publikationen/Broschueren/Sicheres-Mobiles-Arbeiten.pdf?__blob=publicationFile&v=6

 

Informationsbroschüre des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr
IT Sicherheit: Sicheres mobiles Arbeiten: https://www.mittelstand-digital.de/MD/Redaktion/DE/PDF/NEG/themenfokus-sicheres-mobiles-arbeiten-pdf,property=pdf,bereich=md,sprache=de,rwb=true.pdf

 

Fotonachweise:  * fotolia constrastwerkstatt

Aktuelles

13.11.2017 Wissenschaft für die Praxis

Im Rahmen des Projekts Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Hamburg fand am 02. November 2017 in der Handwerkskammer Hamburg der interaktive Erfahrungsaustausch mit Betriebsinhabern und Mitarbeiterverantwortlichen statt. Moderiert von Prof. Dr. Thomas Thiessen aus der Mittelstand 4.0 Agentur Kommunikation ging es um Erfahrungen der Teilnehmenden zur innerbetrieblichen Kommunikation vor dem Hintergrund des digitalen Wandels.

18.10.2017 Blick in die Unternehmen

Wir freuen uns, Ihnen heute das nächste Umsetzungsprojekt des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Hamburg in Kooperation mit dem Unternehmen seca GmbH & Co. KG  zum Thema "Auftragsdatenerfassung in der Produktion" vorstellen zu können. Gemeinsam mit den Experten der Helmut-Schmidt-Universität möchte das familiengeführte Unternehmen seca die Prozesse in ihrer Produktion weitestgehend digitalisieren.

Hier informieren wir Sie, über den Verlauf des Projektes!