Mittelstand 4.0

Mittelstand 4.0

Kompetenzzentrum Hamburg

3D-Druck Handwerker
3D-Druck für Hamburger Handwerker

Die Digitalisierung begegnet uns inzwischen in allen Bereichen. Eine der bahnbrechendsten Erfindungen der letzten Jahre ist definitiv der 3D-Druck, denn diese neue Technologie beeinflusst Fertigung und Herstellungsprozesse von Bauteilen und Produkten in allen Branchen maßgeblich.

 

Am Dienstag, 19. Februar 2019, trafen sich rund 20 Handwerkerinnen und Handwerker aus Hamburg und Umgebung beim Fraunhofer IAPT auf einer Veranstaltung des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum, um mehr über diese neue Technologie zu erfahren. Besonders im Handwerk stellt sich für viele die Frage, inwiefern und in welchem Maß die additive Produktion – wie der 3D-Druck ebenfalls genannt wird – Handwerksbetriebe unterstützen sowie Fertigungsprozesse vereinfachen und beschleunigen kann.

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Die Mischung der Branchenzugehörigkeit der Handwerkerinnen und Handwerker war vielfältig: von Medizintechnik über Silberschmiede hin zum Kfz-Betrieb, Haustechnik und klassischen Tischlereien waren die Hamburger Handwerksbetriebe vertreten.

 

Einige Vertreter der Betriebe konnten bereits umfassende Vorerfahrungen mit 3D-Druck vorweisen und dadurch den Kolleginnen und Kollegen mit geringeren Erfahrungswerten wertvolle Einblicke geben. Eines hatten Alle gemein: die Hamburger Handwerksbetriebe wollen innovativ sein sowie neue Technologien kennenlernen und anwenden.

 

Die Experten des Fraunhofer IAPT, Michael Lippert und Arnd Struve, konnten den TeilnehmerInnen zunächst einen guten Überblick über die Techniken und Möglichkeiten des 3D-Drucks geben. Besonders beeindruckt waren die TeilnehmerInnen von den zahlreichen Prototypen, die durch die Reihen gereicht wurden. Hier konnte ein guter erster Eindruck gewonnen werden, was inzwischen mit 3D-Druck möglich ist und wie fein und genau die Drucker inzwischen arbeiten. Erste aufkommende Fragen zum genauen Produktionsprozess konnte Herr Lippert mit Hilfe der Prototypen direkt an greifbaren Beispielen beantworten.

 

Für alle war sofort klar: das Besondere bei additiv gefertigten Bauteilen ist, dass sich die Fertigung schnell anpassen oder ändern lässt. Braucht man heute noch beispielsweise drei Bauteile vom Typ A und ein Bauteil des Typs B, kann es am nächsten Tag schon wieder anders aussehen. Hier lässt sich umgehend reagieren und die Stückzahl kann täglich geändert und angepasst werden. Definitiv ein großer Vorteil gegenüber der klassischen Herstellung oder Bestell-Verfahren.

 

Ein weiterer Vorteil ist die unkomplizierte und schnelle Integration von neuen Funktionen, durch die Kosten eingespart werden können. Denn durch die digitale Erstellung des Bauteils (mit Hilfe von CAD-Programmen), lassen sich leicht neue Anbindungen und Funktionen am Bauteil realisieren.IMG 20190227 121320 fokus Small

 

Eine wichtige Aussage der Experten des Fraunhofer IAPT war, dass konventionelle Fertigungsverfahren ihre Existenzberechtigung behalten werden. Additive Fertigung stellt eine sinnvolle Ergänzung bei speziellen Anforderungen, kleiner bis mittlerer Stückzahlen oder hoher Variantenvielfalt dar.

Das Fazit der Veranstaltung war definitiv positiv und die Hamburger Handwerkerinnen und Handwerker konnten mit neuem Wissen und einer Menge Inspiration nach Hause gehen.

 

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