Mittelstand 4.0

Mittelstand 4.0

Kompetenzzentrum Hamburg

Die EU adressiert die Digitalisierung des Mittelstands mit ihrer Initiative „Digitizing European Industry“. Für 2018 plant die EU konkrete Fördermaßnahmen für kooperative Projekte von Partnern aus unterschiedlichen EU-Mitgliedstaaten.


Die Niederlande verfolgen im Rahmen ihres „Smart Industry Action Programm“ mit den „Field Labs“ einen interessanten Ansatz, in denen relevante Technologien demonstriert werden, mit der Möglichkeit für KMU, damit zu experimentieren.

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Hamburg hat sich zusammen mit den anderen Kompetenzzentren und den Mittelstand 4.0-Agenturen auf den Weg in die Niederlande gemacht, um einen ersten Erfahrungsaustausch zu initiieren.

Der folgende Bericht soll einen Eindruck von dieser Reise vermitteln.

21.6.2017

1. Fieldlab „RAMLAB“ auf dem RDM campus in Rotterdam

„Fieldlabs“ are practical environments where companies and knowledge institutions develop, test and implement Smart Industry (=Industrie 4.0) solutions in a targeted manner. In addition people also learn to apply these solutions in the Fieldlabs. 29 Fieldlabs with a regional, national or international focus started in the period 2015-2017.“

Das RAMLAB befindet sich auf dem RDM campus, einer alten Halle des Schiffbaus, wo sich neben dem RAMLAB auch andere Start-Ups und Projekte, z.B. mit Drohnen, eingemietet haben. Im RAMLAB wird das additive Fertigungsverfahren mit Metall für die Schifffahrt ausprobiert. Es wird an Schiffsschrauben und anderen Teilen im Schiffbau mit hohem Gewicht und Größen getestet. Ziel soll sein, Ersatzteile für die Schifffahrt zu drucken, ggf. sogar direkt an Bord.

 Bild der Halle des RDM campus in dem sich das Field Lab Eine Schifftsschraube, die im Metalldruckverfahren gedruckt wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Fieldlab „Sustainability Factory Dodrecht“

Die Sustainability Factory Dodrecht ist ein Einrichtung bei der im Wesentlichen an „smart metrology“, also an Messen, Steuern und Regeln angewandt geforscht wird. Dort haben sich mehrere Unternehmen zusammengeschlossen und stiften Maschinen und Prozessequipment. Insbesondere das lebenslange Lernen wird hier gefördert. So kann man sich z.B. zum Schweißer ausbilden lassen, in dem per Virtual Reality, aber mit haptisch realem Handgerät, gearbeitet wird.
Außerdem bietet diese Factory Schülern, Studenten und Start-ups die Möglichkeit in Makerspaces, unterstützt durch 3D-Drucker, Wasserschneidemaschinen, usw., Prototypen zu erarbeiten.

 Sustainability Factory Dodrecht

 

 

22.6.2017

1. Fieldlab „Smart connected supply network“ im TNO in Eindhoven und Vorstellung des Konzepts „Brainport Industry Campus“

Das Fieldlab „Smart connected supply network“ ist eine Initiative von z.Z. 30 Unternehmen, die sich im Bereich Metallverarbeitung als OEM verstehen und hier einen standardisierten Datentransfer für Auftrags-, Konstruktions- und Rechnungsdaten anstreben. Hierzu haben diese 30 Unternehmen sich mit ERP-Software-Unternehmen zusammengeschlossen und die Anforderungen definiert. Ergebnis bisher ist eine Plattform, auf der die Vorgaben für eine konforme Datenübermittlung in einer Bibliothek einsehbar sind. Außerdem können ERP-Software-Unternehmen auf dieser Webplattform mithilfe einer Eingabekonsole Ihre Protokolle und Schnittstellen auf die Konformität hin überprüfen und sich so anpassen.

Das Konzept „Brainport Industry Campus“ sieht den Bau eines Gebäudekomplexes vor, welcher ein Open Innovation-Raum für Unternehmen ist. Finanziert wird dieser Bau durch einen Zusammenschluss von Unternehmen, die dort einziehen werden. Diese Unternehmen wollen großenteils offen an Supply Chain-Lösungen arbeiten und sich über den Open Innovation-Prozess gegenseitig fördern. Grundlagenforschung oder die Entwicklung von IPs ist vor Ort nicht vorgesehen.

 

2. „Hightech campus“ in Eindhoven

Dieser Campus wurde zu Beginn von Philipps zu Forschungszwecken gegründet. Er wurde später für externe Unternehmen geöffnet und wird heute von einem Investor gehalten. 166 Unternehmen wie Philipps, ABB, accenture, NXP, usw. mieten dort Räumlichkeiten zur Forschung und Entwicklung. Startups wird zu günstigen Tarifen Büroraum angeboten.

 

3. Präsentation und Labortour „Solliance“

Solliance betreibt Forschung und Entwicklung im Bereich „foil“ Photovoltaik, also sehr dünnen Photovoltaikoberflächen für verschiedenste Anwendungen

 

 

 

 

 

Bildnachweis: HKS Handelskammer Hamburg Service GmbH

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28.03.2019 Publikationen

Was bedeuten die besonderen Chancen und Einsparpotenziale der Industrie 4.0 für kleine und mittelständische Unternehmen? Welche konkreten Konzepte können angewendet werden, um bestehende Herausforderungen zu meistern und sich auf eine neue, zukünftige Wettbewerbssituation einzustellen? Wie können nötige Veränderungen vorgenommen werden, ohne das Tagesgeschäft zu beeinträchtigen?

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