Mittelstand 4.0

Mittelstand 4.0

Kompetenzzentrum Hamburg

Bildnachweis: UMCO Compliance

Wie kann ein Unternehmen, das an stetige Gesetzes- und Verordnungsänderungen gebunden ist, neue Anforderungen für verschiedene Geschäftsbereiche immer aktuell, zentral und vor allem digital allen Mitarbeitern und Kunden zugänglich machen? Verfolgen Sie unser Umsetzungsprojekt mit der UMCO GmbH und erfahren Sie, wie das Team des Mittelstand 4.0-­‐Kompetenzzentrums Hamburg sich dieser Herausforderung stellt.

Blick ins Unternehmen:

Gegründet 1982 in der chemischen Industrie, betreut UMCO GmbH heute als inhabergeführtes, mittelständisches Beratungshaus weltweit fast 1.000 Unternehmen aus den Branchen Chemie, Pharma und Logistik. Die   Schwerpunkte   liegen  im   betrieblichen   Umwelt-   und   Arbeitsschutz,   in   der Anlagensicherheit und Gefahrgutberatung, im Produkt‐ und Chemikalien-Management sowie in der dazugehörigen Strategie- und Organisationsberatung. Ca. 80 interdisziplinär arbeitende Ingenieure, Naturwissenschaftler und Rechtsanwälte in Hamburg, Köln und Rottweil helfen den Kunden der UMCO GmbH, ihre Projekte umzusetzen. Darüber hinaus bietet die UMCO GmbH in ihrer Unternehmens‐Akademie aktuelle Seminare für Fach‐ und Führungskräfte aus den Bereichen Gefahrstoffe, Umwelt‐ und Arbeitsschutz, Gefahrgut und Lagerung sowie aus internationalen Rechtsbereichen an.

Ausgangssituation:

Aufgrund der stetigen Änderungen im Kontext von Gesetzen und Verordnungen unterliegen auch die Schwerpunkte der UMCO GmbH einem ständigen Anpassungsbedarf, was die Prozesse sehr wissensintensiv macht. Mit dem Wunsch, die Digitalisierung des Unternehmens voranzutreiben und verschiedene, bereits vorhandene Unternehmenssysteme miteinander zu vereinen, trat die UMCO GmbH an die Geschäftsstelle des Mittelstand 4.0‐Kompetenzzentrum Hamburg heran und bat um Unterstützung.

Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit:

In einem Erstgespräch zwischen der UMCO GmbH, dem Mittelstand 4.0‐Kompetenzzentrum Hamburg und der HAW Hamburg (Hochschule für angewandten Wissenschaft, Konsortialpartner des Mittelstand 4.0‐Kompetenzzentrums Hamburg) kristallisierte sich schnell das Potential einer digital‐gestützten Systemintegration heraus. In einem anschließenden Workshop mit der UMCO GmbH wurden die verschiedenen Handlungsfelder im Unternehmen identifiziert. Im Laufe dieses Workshops wurde ein Ideenpool erstellt, der die Grundlage neuer Digitalisierungsfelder für die UMCO GmbH darstellt.   Durch   Einsatz   von   Design‐Thinking‐Methoden   hat   die   HAW Hamburg   die Teilnehmer bei der Ideenfindung begleitet. Die Teilnehmer konnten anhand der erarbeiteten Ideen des Workshops nun eine klare Vorstellung definieren und diese mit dem Arbeitstitel „Integration der betrieblichen Compliance in die Plattform UHCS“ bezeichnen.

Aufgabe und Ziel

Die Integration des Bereiches „Sicherheit im Betrieb, Arbeits‐ und Umweltschutz und Gefahrgut“   –   gegenwärtig   ohne   IT‐Unterstützung   –   in   die   bereits   vorhandene unternehmenseigene Plattform „UHCS“ wird als betriebliche Compliancelösung angestrebt. Ziel ist es, alle für den Kunden relevanten Daten und Dokumente im Betrieb, bei der Produktion, Lagerung oder dem Versand chemischer Produkte auf einen Blick ermitteln und bewerten zu können. Zusätzlich wurde die Überlegung angestellt, dem Kunden zu einem späteren Zeitpunkt einen digitalen Zugriff auf seine Daten zu gewähren, so dass dieser die Daten nicht nur abrufen, sondern auch direkt in der Plattform „UHCS“ bearbeiten kann. Diese Beschleunigung des Kommunikationsprozesses erhöht nicht nur den Komfort und die Zufriedenheit des Kunden, sondern gibt der UMCO GmbH die Chance, sich weitere Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.

Die Projektphasen

Nach dem Workshop und der Aufgaben‐ und Zieldefinition wurde das Projekt von der HAW in fünf Phasen eingeteilt:

  • Planung
  • Prozess‐ und Infrastrukturanalyse, Potentialanalyse
  • Systemanforderungsanalyse
  • Validierung
  • Umsetzungsbegleitung

In der „Planungsphase“ wurde die Vorgehensweise für das Projekt festgelegt, alle betroffenen Verantwortlichen aus den verschiedenen Bereichen des Unternehmens kontaktiert und die Ziele des Projektes kommuniziert. Die   dabei   gewonnenen   Erkenntnisse   flossen   in   die   zweite   Phase,   „Prozess‐   und Infrastrukturanalyse Potentialanalyse“ ein, in der die in den Geschäftsbereichen betroffenen Prozesse durch die HAW Hamburg betrachtet und analysiert wurden. Die größte Herausforderung dabei war es, der Komplexität der Prozesse im Unternehmen gerecht zu werden sowie die großen fachlichen und organisatorischen Abhängigkeiten innerhalb des Projektes zu bewältigen. Dies geschah mithilfe Vorort‐Terminen, bei denen durch Präsentationen, Diskussionsrunden und Workshops mit den verantwortlichen UMCO‐Mitarbeitern die betroffenen Prozesse detailliert erörtert wurden.

Die Komplexität wurde insbesondere dadurch deutlich, dass die interdisziplinären Bereiche Chemikalienmanagement   (CM)   und   Betrieblicher   Umwelt‐   und   Arbeitsschutz   in   der Anlagensicherheit und Gefahrgutberatung (SHEGG) unterschiedliche Prozesse besitzen. Die Herausforderung ist es, diese Bereiche miteinander zu verknüpfen, damit sie auf eine gemeinsame Basis zurückgreifen können. Hierfür war es u.a. notwendig, dass sich die Mitarbeiter der HAW Hamburg in verschiedenste Gesetze, Verordnungen und Richtlinien im Bereich der Chemikalien‐ und Umweltbestimmungen einarbeiteten, um in einer weiteren Phase des Projekts diese Erkenntnisse in Form von IT‐Anforderungen darzustellen.

Aktuell befindet sich das Projekt in seiner dritten Phase, der Systemanforderungsanalyse. Hierbei wird ermittelt, welche Anforderungen an das zu entwickelnde System gestellt werden. Was muss das System am Ende genau können, was soll alles abgedeckt werden und wie könnten Funktionen aussehen? Dabei werden die systemseitigen Anforderungen festgehalten und verifiziert.

Wie es in unserem Umsetzungsprojekt mit der UMCO GmbH weitergeht, erfahren Sie in den kommenden Monaten von uns.

Ihre Fragen zu diesem Projekt oder zur Gestaltung von Industrie‐4.0‐Geschäftsprozessen und ‐modellen können Sie gerne auch jetzt schon an unsere verantwortliche Mitarbeiterin der HAW Hamburg, Frau Fariba Fazli (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!), stellen.

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