Handwerk

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Smarter Betrieb
Der Mensch im Mittelpunkt des Smarten Betriebs

Immer mehr Betriebe sind dabei, ihre Geschäftsprozesse zu digitalisieren, über digitale Plattformen Kunden anzusprechen und digital zu kommunizieren. Das schafft ganz neue Möglichkeiten. Zugleich aber empfinden viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den digitalen Wandel auch als Unsicherheitsfaktor. Es geht also um mehr als nur Technik. Ohne die Akzeptanz der Menschen kann der digitale Wandel nicht gelingen.

Vor diesem Hintergrund luden das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Hamburg und die Handwerkskammer Hamburg in Zusammenarbeit mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kommunikation zu einer Workshopreihe ein, um Führungskräften praxisnahe Methoden an die Hand zu geben und die eigenen Mitarbeiter für die digitalen Veränderungen zu gewinnen.
 

Workshop I am 11.06.2019: Ideen zum Sprudeln bringen – Methoden der Mitarbeitermotivation kennenlernen und ausprobieren

BegriffequizAusgehend von üblichen Mitarbeiterbesprechungs-Formaten von der Mitarbeiterbesprechung bis zu Messenger-Diensten wurden kreative und spielerische Dialog-Methoden wie Begriffequiz und Würfelkartenspiel vorgestellt und ausprobiert. So können Handwerksbetriebe mit Mitarbeitern, aber auch Kunden oder Kooperationspartnern, ins Gespräch kommen und diese konkret in Digitalisierungsvorhaben einbeziehen. Das Begriffequiz ermöglicht als Einstieg eine spielerische Annäherung und Auseinandersetzung mit schwierigen Begriffen der Digitalisierung, während das Würfelkartenspiel spielerisch Digitalisierungs-Hürden überwindet und mit positiven Fallbeispielen aus der Praxis Lösungsansätze bietet. In einer dritten Gruppe wurden Mitarbeiter und Kollegen als Ideenquelle ausgemacht, indem bisherige Erfahrungen der Mitarbeiterkommunikation in den Unternehmen und anschließend verschiedene Lösungsansätze ausgetauscht wurden. Fazit: Kommunikation bildet die Basis für die Entwicklung von Ideen, die Handwerksbetriebe sollten Freiräume für Austausch und Ideen einrichten und nutzen. Denn die digitale Transformation gelingt nur, wenn die Menschen sich mitgenommen fühlen.

Workshop1

 

 

Workshop II am 24.06.2019: Digitale Zeiterfassung und Dokumentenmanagement: Die Mitarbeiter ins Boot holen

Der beste Weg, um sich untereinander abzustimmen, ist noch immer das persönliche Gespräch. Lösungen für Webkonferenzen erlauben, mit Mitarbeitern und Kunden Gespräche flexibel und ortsunabhängig zu führen. Im zweiten Workshop konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einmal diese Art der Kommunikation auszuprobieren und bei einem moderierten Erfahrungs- und Ideenaustausch im virtuellen Raum ins Gespräch zu kommen. Themen waren unter anderem die Erfahrungen des Praxisbeispiels mit digitalen Umsetzungsprojekten zur Zeiterfassung und zum Dokumentenmanagement und begleitend die Einbeziehung der Mitarbeiter bei diesen Vorhaben. Bei der digitalen Zeiterfassung wurden von Problemen durch fehlendes Internet und durch veraltete Smartphones sowie Kontroll-Bedenken der Mitarbeiter berichtet. Wenn aber alle technischen Hürden genommen sind, nutzen die Mitarbeiter die digitale Zeiterfassung. Als weiteren Themenschwerpunkt stellte Feras El Sakka, Mitarbeiter im Kompetenzzentrum Hamburg, den anwendungsorientierten Schnittstellen-Check-Up zur Bewertung der Möglichkeiten von Software zur durchgängigen Datennutzung vor. Der virtuellen Raum bietet Information und Austausch über Mikrofon und Chat, interaktive Abstimmungen und den Download von Dokumenten. Fazit: es wurden die flexiblen orts- und zeitunabhängigen Einsatzmöglichkeiten der virtuellen Räume hervorgehoben, aber auch

Grafik 2

auf die Notwendigkeit einer zweiten Person für technische Fragen und den Chat hingewiesen. Manchem würde die virtuelle Kommunikation leichter fallen, wenn man vorher die Anwesenden kennen würde und zuordnen könnte. Grundsätzlich wurde der virtuelle Austausch als interessant bewertet sowie als Möglichkeit zur Nachbereitung einer Präsenzveranstaltung. Am Ende hieß es: „Virtueller Raum ist gut, aber ich freue mich schon auf den nächsten persönlichen Kontakt.“

 

 

Weitere Informationen: Zeit und Ressourcen effizient nutzen- Wie das Studierendenwerk Hamburg digitale Zeiterfassung einführt

 

 

Workshop III am 15.08.2019: Mein smarter Betrieb von morgen – Visionen für den digitalen Wandel

Für eine gelungene Arbeitswelt 4.0 gibt es kein Patentrezept, weder für Unternehmen noch für die Gesellschaft. Gehen wir aber offen, neugierig und mutig auf Neues zu, hat das eine positive Wirkung auf die Gestaltung von Veränderungsprozessen im eigenen Betrieb. Henning Schöpper, Mitarbeiter im Kompetenzzentrum Hamburg, stellte in einem Impulsvortrag wesentliche Eckpunkte zum Thema Geschäftsmodelle vor: So belegt eine Studie des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Hamburg, dass die Relevanz von digitalen Geschäftsmodellen zwar positiv bewertet wird, der Umsetzungstand ist jedoch noch relativ gering (2017). Am Beispiel einer Tischlerei wurde die Methode „Business Model Canvas“ zur Erfassung und Entwicklung von Geschäftsmodellen vorgestellt, denn auch für Handwerksbetriebe gilt: „Nostalgie ist kein Geschäftsmodell“ - Geschäftsmodell-Innovation ist ein kontinuierlicher Prozess. Im zweiten Teil des Workshops wurde mit der „Digitalisierungsreise“ eine weitere Methode zur Einbindung in digitale Veränderungsprozesse wie beispielweise bei der Einführung der digitalen Zeiterfassung oder eines Dokumentenmanagement-Systems vorgestellt. Digitalisierungsreise1

Hier werden Fragen aus verschiedenen Perspektiven wie Kunde oder Betrieb beleuchtet und Potenziale aufgedeckt, dadurch werden Chancen und Risiken eines Digitalisierungsvorhabens greifbar. So kann die Geschäftsführung hören, welche Ideen und Erfahrungen die Mitarbeiter haben. Andererseits erlebt man aus Kundenperspektive direkt, welche Bedürfnisse und Wünsche möglich sind, und kann so konkrete Ansatzpunkte erarbeiten. Innerhalb kürzester Zeit kamen in den Gruppenarbeiten bemerkenswerte Ergebnisse zusammen, denn den Ideen waren keine Grenzen gesetzt.

 

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Durch Kommunikation und Transparenz können Vertrauen und Akzeptanz bei der Gestaltung von Veränderungsprozessen gewonnen werden: Wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstehen, wieso Prozesse digitalisiert werden und welchen Mehrwert die Digitalisierung bietet, dann tragen sie die Veränderungen mit. Mit den vorgestellten Methoden können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ins Boot geholt und so Ideen zum Sprudeln gebracht werden für einen smarten Handwerksbetrieb von morgen.

Erfahren Sie zu dem Thema „Von der digitalen Zeiterfassung zur Komplettlösung“ mehr auf unserer Anbietermesse am Donnerstag, 19.09.2019, von 14:00 - 20:00 Uhr in der Handwerkskammer Hamburg. Kommen Sie ins Gespräch mit Betriebsbeispielen aus unterschiedlichen Gewerken, treffen Sie auf 21 Aussteller und Experten zum Thema Digitalisierung. In vier verschiedenen Workshops können Sie Themen wie Mitarbeitermotivation, aber auch Lastenhefterstellung, Softwareauswahl und -einführung sowie Datenweiterverarbeitung von der Dokumentation über die E-Rechnung vertiefen.

 

 

Andere Bildnachweise: Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Hamburg

 

 

 

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